Oh, Mensch,
riechst du die grellen Töne?
Schmeckst du die schrillen Bilder?
Hörst du die bittren Künste?
Siehst du die schlechten Düfte?
Oder
riechst du die bittren Düfte,
schmeckst die schlechten Künste,
hörst die schrillen Töne,
siehst die grellen Bilder?
Oder nimmst du das Wahre wahr:
Riechst das Süße,
Schmeckst das Gute,
Hörst das Nette und
Siehst das Schöne?
Nimmst du das Wahr für wahr?
Hälst du das Wahr für Hoch?
Gibst du das Wahre weiter?
Oh Mensch,
bist du es des Menschen zugeordnet zu werdens Wert?
aus der leere | neue märe | voller lehre | auf der fähre | zum nachdenken | zum verstehen | zum schiffe versenken | zum vergehen | denn tropfenweise | fließen leise | worte weise | in das meer.
Sonntag, 13. Mai 2012
Donnerstag, 26. April 2012
Stich im Herz
Aus dem kranken Kopf geht hervor
das Wort des Schmerzes
welches tief im Bauche liegt
am Boden weinend blutend
zertrümmernde Gefühle.
schmerzende Gedanken.
Liebe in der Seele liegend.
Fühlen tasten spüren
kennen
lieben.
nicht weniger.
doch nicht möglich.
Genießen des schmerzvollen Augenblicks
Denn tiefer geht es nicht.
Spürender geht es nicht.
Tastender geht es nicht.
Darf es nicht. Wird
es nicht. Gläserne Augen
schauen heimlich zur Heilenden. Zur Heilung versprechenden.
Zu beobachten das Lieben.
Möchte lieben das Lieben.
Möchte nah sein.
möchte tasten und getastet werden.
Nähe riechen.
Wärme des Hauches hören.
Die sanfte Stimme der Seele spüren.
Rauschendes Gewässer im tiefliegenden Sumpf.
Das aufzuleben versucht.
tief im Inneren
der defizitären Seele.
"Sprich doch", heißt es...
Das Sprechen unterdrückt.
Man will es gar nicht wissen.
Und doch das Vortäuschen von Interesse.
Aufsetzen eines fragenden Gesichtes.
Nicht aus böser Absicht.
Nicht um des Vortäuschens willen.
Wahrlich fragend. Wahrlich intressiert.
Was jedoch mit dem ersten Hauch von Erklärung erlischt. erlöscht.
verlöscht. verklingt. Ohne jeglichen Nachklang
Sitzend schreiben würde ich so gerne stundenlang.....
unangenehemes Gefühl.
Die Frage nach Akzeptanz, Lob und Nähe.
gutes Ablenkmanöver.
Weg ist das Gefühl des Unangenehmen.
elhamdulillah.
Sonntag, 1. April 2012
. sinnloses Morden
Krachendes Lachen noch im Rachen,
weit weg vom Aufwachen,
vermachen Tatsachen -
so schmerzvoll.
Ich möchte in Worte fassen Das,
weit weg vom Aufwachen,
vermachen Tatsachen -
so schmerzvoll.
Ich möchte in Worte fassen Das,
was ausdrückt das Leid onmaß.
Unbeachtete Reihenfolge der Ereignisse
Lässt vergessen Vermeindnisse.
Beschuldigend die zu Beschützende
Lässt vergessen die Menschlichen:
Zu zeigen mit dem Finger auf Ausnutzende,
aufzudecken die Qualen aus dem Heimlichen!
Bewusst unbewusst verantwortlich,
spielten mit das böse Spiel vermeintlich!
Lassen foltern, brechen samt Rechte –
Sollten gesperrt sein in enge Schächte!
Ein Ende wird es gewiss geben,
bloße Gerechtigkeit sollen sie erleben.
Zu töten solch unschuldige Leben,
wird lassen das Ende weben.
Silben in Narben, Narben aus Kerben,
wird sie lassen verderben in Scherben.
Aufhören soll dieser Krieg.
Kein Weiterer wird bringen den Sieg.
Nur die Beachtung der Ursachen
Kann verhelfen zu unschuldigem Lachen!
Doch gerade steckt noch
krachendes Lachen weit im Rachen,
fern weg vom Aufwachen,
vermachen Tatsachen -
so schmerzvoll.
[e 15. Februar 2009]
[bearbeitet am 02.03.2013]
---
09. Juli 2014. Ergänzende Worte:
"Was wäre der Nahost ohne seinen Konflikt. Der Westen finanziert uns seit dem", teilte ein israelischer Koch in Haon mit. "Eine Lösung wird es - obwohl weite Teile Israels das Unrecht erkennen, nicht geben. Uns und auch den Palästinensern, die auf israelischem Boden leben, geht es seither besser." Und tatsächlich sah ich und sprach ich Juden und Muslime, Israelis und Palästinenser, die in Haon, in Tel Aviv, in Haifa friedvoll nicht neben- sondern miteinander leben und arbeiten.
Aber Frieden wird es auf Erden vermutlich nie wieder geben. Immer werden auf beiden Seiten diejenigen Unruhe stiften, die sich mit einer Zweistaatenlösung nicht zufrieden geben können werden. Für den einen zu Recht. Für den anderen zu Unrecht. Allahu alem.
[bearbeitet am 02.03.2013]
---
09. Juli 2014. Ergänzende Worte:
"Was wäre der Nahost ohne seinen Konflikt. Der Westen finanziert uns seit dem", teilte ein israelischer Koch in Haon mit. "Eine Lösung wird es - obwohl weite Teile Israels das Unrecht erkennen, nicht geben. Uns und auch den Palästinensern, die auf israelischem Boden leben, geht es seither besser." Und tatsächlich sah ich und sprach ich Juden und Muslime, Israelis und Palästinenser, die in Haon, in Tel Aviv, in Haifa friedvoll nicht neben- sondern miteinander leben und arbeiten.
Aber Frieden wird es auf Erden vermutlich nie wieder geben. Immer werden auf beiden Seiten diejenigen Unruhe stiften, die sich mit einer Zweistaatenlösung nicht zufrieden geben können werden. Für den einen zu Recht. Für den anderen zu Unrecht. Allahu alem.
Freitag, 30. März 2012
„Göcmenlerin ülkemize olan katkisinin görünür hale getirip, ön yargilarin kirilmasini istiyorum“ diyen bir Heidelberg uyum bakanimiz oldugunu kac kisi biliyordur acaba?
Heidelberg Belediye Baskanin Dr. W. Erichsonun davetine istirak eden MSG (Müslümün Üniversiteli Dernegi) – baskanlarina yerel projeler ve uyum hakkinda bilgiler verdi. Sözleri ile uyumun tek tarafli olmadigini hissettiren Erichson yerel projelerin göcmen kökenli üniversitelilerin tanitmasini istedigini belirtti. „Belediyemizin kapilari her kesim insana acik. Ben sizlerinde Belediye baskaniyim, ne güne duruyorum“ dercesine göcmen kökenli yada göcmen üniversiteliler olarak kendilerini bu topluma ait hissetmelerini vurguladi.
Heidelbergde bir cok göcmenin Üniversiteli olmasi
uyum problemlerini azalttigini dile getirdi Heidelberg Uyum Baskani W. Erichson. Dolayisiyla bu durumu firsat
olarak bilip birlikte calismayi arzu ettigini söyledi.
Tanitilmasini istedigi proje Interkültürel Merkezin
(Interkultureller Zentrum) kurulmasi.
Bu projeyi yöneten Nisan 2012 de göreve baslayacak
ve planda 2016ya kadar sürecek olan projeye ilk adim atmis olacak.
Hedef: Amerikalilari Heidelbergden cekilmesi sebebi
ile bos kalacak olan arazilerin birini bu proje icin kullanilmasi degisik
kültürleri bir merkez halinde toplanip Dialogun kolaylastirilmasi. Degisik dine mensup olanlarin birbirini tanimasi icin herkese acik olan iftar cadirlarindan, noel baba kutlamasindan Buddistlerin bayramina kadar Heidelberg sehri olarak düzenlenecek.
kültürleri bir merkez halinde toplanip Dialogun kolaylastirilmasi. Degisik dine mensup olanlarin birbirini tanimasi icin herkese acik olan iftar cadirlarindan, noel baba kutlamasindan Buddistlerin bayramina kadar Heidelberg sehri olarak düzenlenecek.
Böyle bir merkezin kurulmasi ilk etapta dinler ve
kültürler arasi Dialog icin cok önemli bir adim olmus olacak.
„Temennim odur ki, Mayis ayinda tanitimin
Üniversitede yapilmasi ve bu asamada Üniversitelilerin aktif olmalari, cünki
yapilacak daha cok is var“, sözleri ile Heidelbergin MSG baskanlarini ugurladi.
ausgeschöpfte freiheit
frei in Gedanken. nicht gedankenfrei.
frei in der meinung. nicht meinungsfrei.
frei im ausdruck. nicht ausdrucksfrei.

frei in der recherche. nicht recherchefrei.
frei in der existenz. nicht existenzfrei.
frei im sein. nicht seinfrei.
frei im glauben.
frei im fragen?
frei im denken?
frei im schreiben?
frei im sagen?
nicht sinnfrei...
[e 10. März 2012]
über dem Neckar im Bus ins Feld
Donnerstag, 29. März 2012
Kein Samstags-Weltverbesserer, sondern eher: stille Meister aller Tage
Wieder einmal wache ich während
meiner Zugfahrt nach HD mit Rückenschmerzen auf. Vor dem Zug-Nickerchen las ich
einen Artikel über „das Erwachen an einem Samstagmorgen“.
Darin stand, dass das Erwachen an
einem Samstag anders als das Erwachen am Montag oder Donnerstag sei. Dass man
am Samstagmorgen den Gedanken des Weltverbesserns mit dem Aufwachen lässt. Doch
da fallen mir nach meinem kurzen Nickerchen eine Menge Menschen ein, die jede
Sekunde, selbst im Schlaf davon träumen, die Welt ein wenig angenehmer,
lebensdienlicher und friedlicher zu gestalten.
(Möge unsereiner zu Letzteren
gehören.)
Am Ende seines Textes
schreibt der Autor über die Dissonanz zwischen dem reinen Gedanken, die Welt zu
verbessern und der bitteren Realität, mit der er sich konfrontiert sieht.
Genau das ist ja der Grund, die
bittere Realität, die Einen dazu bewegen sollte, etwas – wenn´s auch nicht
unbedingt gleich die ganze Welt ist – zu verändern, zu bewegen, zu regen.
Es geht auch nicht um die
Veränderung, die sichtbar wird. Sondern um das reine Bestreben und die Absicht,
Gutes zu tun! So ist es im Islam. So sagt Allahu Teala es.
Die Absicht aus welcher Taten
sichtbar werden ist das Alleinentscheidende.
Möge Allah (c.c.), der
Allerbarmer, der Barmherzige, uns zu altruistischen Menschen werden und auf
Seinem (c.c.) Wege nach Gutem streben und sterben.
So wie einst jene und heute immer
noch welch zarte Wesen.. wie die die auch gerade neben mir Sitzende, welcher
Allah ihrem Namen gerecht das Paradies zu geben möge, und ihr Leben nach dem Streben nach
Chancengleichheit für die Kinder der Zukunft Richtende…
[e 21. Januar 2012 ergänzt am 16.
März 2012]
für Fatma K.
Dienstag, 20. März 2012
Der Ratgeber für alles
An Ihn (s.a.v.)
Wir können
ein Nachschlagewerk verfassen. Tipps holen von einem Pädagogen, wie man sich am
besten zu Kindern verhält. Was einen guten Unterricht ausmacht. Worauf in einer
Beziehung mit einer Schülerin einem Schüler zu achten sei. (Bewusst sollte
keine Geschlechterunterscheidung gemacht
werden. Sie ist lediglich zu Verdummung da. Dennoch übernehme ich sie aus
Rücksicht auf darauf Wert legende…)
Als werdende
Lehrerin liest man vieles von Comenius, Wiater oder andere „Urpädagogen“ und
Vätern der Pädagogik. Von Ratschlägen wie von diesen ist hier die Rede.
Dann sollte
es in diesem Nachschlagewerk ein Kapitel über ein gutes Ehe-Leben geben. Wie
verhält man sich zueinander. Worauf ist zu achten, um sich selber sagen zu
können, dass man eine gesunde Ehe führt.
Oder ein
Kapitel über die Beziehung zu den Eltern und anderen Familienmitgliedern.
Auch wie ein Staat geführt werden sollte.
Oder, wie man sich im Alltag zu benehmen hat. Worauf bei alltäglichen
Angelegenheiten wie „Sitzen“, „Essen“, „Reisen“, „Schlafen“, etc. die man
auszuüben nicht verhindern kann, am Gesundesten vollzieht.
Dieses
Nachschlagewerk sollte etwas sein, mit dem jeder Mensch sich identifizieren
kann.
Sowohl der
Kommunist, als auch der Christ, sowohl der Jude, als auch der Grüne, sowohl der
Europäer, als auch der Asiate als auch der Afrikaner und sowie auch der
Amerikaner. Sowohl der Muslim als auch der Atheist.
Das
Nachschlagewerk sollte Niemanden benachteiligen. Nicht den Mann, nicht die
Frau, nicht den Hasen, nicht den Hund, nicht den Schwein und nicht das Rind.
Nicht die Gurke nicht das Blatt, nicht die Tomate, nicht die Zwiebel.
Nichts und
Niemanden.
Es sollte
die Freiheit sein von Niemandem so einschränken, dass ein Anderer daraus Profit
ziehen könnte. Es sollte letztendlich vor allem für ein Gleichgewicht sorgen.
Und für den
Frieden!
Niemanden
kann ich mir das besser als Ratgeber vorstellen und es gibt Keinen, der auf
alle – auch nicht eben genannten – Bereiche / Problem- / Wunschfelder des Lebens
einen Rat und ein Beispiel geben könnte. Und das mit seinem „way of life“ und
das ist der Prophet Muhammed (Friede sei mit Ihm, sallallahu aleyhi vesellem).
Wenn wir
über die Leben der anderen Propheten so gut wie Seines (F.s.m.I., s.a.v.)
kennen könnten, was aufgrund der gegebenen Quellenlage nicht möglich ist, was
jedoch sicherlich einen Grund hat, gäbe es an deren Leben mit Sicherheit
ebenfalls nichts auszusetzen. Nichts. Jedoch wissen wir heute am Meisten über
das Leben des letzten Propheten, des Propheten Muhammed (F.s.m.I., s.a.v.)
Und sein
Leben bietet Halt und Sicherheit und Schutz für jeden Einzelnen. Jeden
einzelnen Menschen, jede einzelne Pflanze, jedes einzelne Tier, jedes Lebewesen
oder auch tote Wesen auf dieser Erde, von denen wir als Menschen mit begrenztem
Verstand und begrenzter Macht möglicherweise nichts mitbekommen, auch! In
diesem Sinne Vesselam.
[e22. Januar
2012]
Dienstag, 13. März 2012
Wie kann interkultureller Beitrag Integration fördern? Oder: Angst vor dem Unbekannten ist Wurzel von Hass…
![]() | ||
| 04.03.2012 Regionalfinale Nürnberg: Nasreddin Hoca und der Weihnachtsmann im Gespräch
Was ist Kultur, was Integration? In einem Zeitalter
wie diesem hört man Definitionen über Definitionen was diese Begrifflichkeiten
wie Kultur und Integration angeht. Genauso weiß man mittlerweile Integration
von Assimilation zu unterscheiden. Doch Integrationsprobleme hin oder
her.
Gastarbeiter wurden vor etwa 50 Jahren angeworben,
damit sie die ökonomische und wirtschaftliche Lage Deutschlands ankurbeln.
Danach sollten sie wieder gehen, weshalb man sehr spät anfing, über
Integrationskonzepte nachzudenken. Weder vom deutschen Staat wurde eine
Integration gefordert und gefördert, noch waren sich Migranten aus
unterschiedlichen Gründen über eine Integration bewusst. Aber heute sieht man –
wie auch der aktuelle kommunale Integrationsplan der Stadt Heidelberg – häufig
den regen Austausch zwischen verschiedenen
Kulturen als obersten Lösungsansatz. [1]
Und genau deshalb ist kultureller Austausch für
die Integration so wichtig. Neben dem kulturellen Reichtum, der aus solch einem
Austausch resultiert,– denn viele Kulturen weisen nicht unbedingt Diversitäten
sondern vielmehr Vielfalt auf - trägt kultureller Austausch zur Integration bei
und dient als Lösungsansatz von Migrationsproblemen.
Nur durch einen Austausch kann gegenseitiges
Verständnis aufrecht erhalten werden.
Ansonsten: wird das Fremde zum Feind: “SARRAZIN-Leser
bekommen wohl bei dem Anblick arabischer Schriftzeichen schon
Überfremdungsängste.
Angst vor
dem Unbekannten ist Wurzel von Hass“, heißt es in der Wochenzeitung der Freitag vom
4.3.12. [2]
Das hört man
auch aus einem Gespräch eines Journalisten mit dem Professor Dr. Klaus Boehnke,
welcher sozialwissenschaftliche Methoden an der Jacobs University Bremen lehrt.
Als er gefragt wird, was er als Forscher denn unter Integration verstehe und ob
es dass ist, dass Türken künftig in die Kirche statt in die Moschee gehen,
antwortete dieser Folgendes:
„Die Öffentlichkeit stellt sich darunter (=unter
Integartion) die Anpassung an deutsche Lebensweisen vor. Wissenschaftlich
bedeutet Integration dagegen, die mitgebrachte und die vorgefundene Lebensart
zu verbinden, also in beiden Kulturen verhaftet zu sein. In Kanada werden
ausländische Heimatvereine vom Staat gefördert und gleichzeitig der
Spracherwerb zur Pflicht gemacht. Das ist die richtige Herangehensweise. In der
Bundesrepublik gibt es beides nicht.“
Auf die Frage, wo Integration nicht stattfinde, während
in der dritten und vierten Generation Deutsch gesprochen wird, beantwortet
Boehnke, dass sich (e)inige in Moscheevereine und eine Parallelgesellschaft
zurück(ziehen). Das ist häufig die Folge von Ablehnung durch die
Mehrheitskultur und bietet Geborgenheit. Solch eine Form von Multikulti (hält
Boehnke) aber nicht für erstrebenswert. Boehnke
betont, dass es einen ständigen Austausch geben muss. Dafür benötigen wir
aber Voraussetzungen wie die doppelte Staatsbürgerschaft und eine erleichterte
Einbürgerung, sagt Boehnke.[3]
Eines der
Früchte interkulturellen Austausches und ein sichtbares Beispiel von
interkulturellem Austausch ist die deutsch-türkische Kulturolympiade.[4] diese
Olympiade dient als Zeichen gelungener Integration, an dem türkischstämmige
Schülerinnen und Schüler bekannte Werke großer Dichter wie Rainer Maria Rilke,
Clemens Brentano oder Eichendorff vortragen, und deutschstämmige Schülerinnen
und Schüler türkische Lieder und Gedichte vor einem deutsch-türkischen Publikum
von über 1000 Zuschauern vortragen. Eines dieser Deutsch-Türkischen
Kulturolympiaden fand beispielsweise im Mannheimer Rosengartens Musensaal
statt, was die Vorrunde der eigentlichen Deutschland-Preisverleihung war,
welches am Sonntag, den 29 April 2012 in der Messe-Festhalle in Frankfurt am Main stattfinden wird.[5]
Und genau da sind Früchte gelungener Integration zu sehen zu spüren zu erleben.
[1] Siehe
Integrationskonzept der Stadt Heidelberg
[2] http://www.freitag.de/community/blogs/peter-knobloch/schock-studie-belegt-junge-muslime-fuehlen-sich-ausgegrenzt-
[Stand 13.3.12]
[4] Siehe Aktuelles der
Zaman der lezten und kommenden Wochen
|
Freitag, 17. Februar 2012
Ein Ja zum Nein
„Hast du Hunger?“, fragte L. betrübt. Betrübt von der langen Diskussion mit mir.
„Nein.“, erwiderte ich traurig. „Wirklich nicht?“, wiederholte sie während sie vor mich hin und her schlenderte und hob die Stimme, so als stecke Hoffnung in ihrer Frage. „Weil wenn du Hunger hättest, könnte ich etwas machen. Etwas zum Essen. Für dich. Etwas, was ich gut machen kann.“ Sie schaute mir erwartungsvoll ins Gesicht. „Wirklich?“, flüsterte ich mit einem versöhnungsreichen Lächeln. „Pfannkuchen!“, rief sie und rannte erfreut in die Küche.
Eine lange Diskussion, welche erneut an einem Nachmittag mit L. geführt worden war. Eine langatmige Diskussion, welche diesmal anders als sonst endete. Diesmal hatte ich keine Lust, ihr zu erklären, wie spannend ich L. fand. Wie wichtig mir ihr Anliegen ist. Wie wichtig es für mich ist, sie nicht unter Druck zu setzen und ihr Freiheiten zu lassen. Freiheiten bezüglich des Lernweges. Freiheiten bezüglich der Entscheidung, welche der ausgewählten Aufgaben zu bearbeiten seien. Fast schon verhielt ich mich bis dahin wie ein Taxifahrer, der den Kunden zwar irgendwo hinfährt, aber der Kunde entscheidet sich, wo es lang gehen soll. Der Taxifahrer hilft nur, dahin zu gelangen, wo der Kunde gelangen möchte. Aber dafür muss der Kunde auch wissen, wohin er möchte.
Bei L. hatte ich an diesem Tag das Gefühl, dass sie sich nicht mehr ganz sicher war, was sie denn wollte. Wohin sie denn möchte. So lehnte ich jegliche Erklärungen diesbezüglich ab. So kam es, dass sie wütend aus dem Zimmer ging. Samt ihren Schulsachen.
Eine Weile saß ich im Wohnzimmer, und hoffte, dass sie zurück kommt. Ich hörte vom Wohnzimmer aus, wie sie ihre Wut zeigte. Ein kleines Lächeln zeigte sich auf meinem Antlitz. Ich war beruhigt, dass L. ihre Wut zeigen kann. Beruhigt, auch, dass sie aus dem Zimmer raus rennen kann. Wenn es ihr zu viel wird. Dass sie schimpfen kann. Dass sie auch mal „Nein!“ sagen kann. Und irgendwie doch weiß, was sie möchte.
Es existieren viele 8, 9 – ja auch 12, 13, 15-jährige, die nicht „Nein!“ sagen können. Die meinen, sich immer lehrerkonform verhalten zu müssen. Gesellschaftskonform kann man das auch nennen. „So wie es sich halt gehört“, rieten viele hier und da. „Wenn man sich so verhält, wie es sich gehört, dann wird man gemocht!“ bekommen viele in den Kopf eingetrichtert.
Das kann dazu führen, dass man mal nicht wütend aus dem Zimmer rennen kann, wenn der Unterricht Einem zu viel wird.
Aber es kann auch dazu führen, dass man in einem Zimmer mit Einem im sexuellen Denken reiferen, gefühlt Älteren auf einem Sofa liegt und macht was das Gegenüber ausspricht. Ausspricht bezüglich seinen Bedürfnissen. Ausspricht bezüglich seinen triebhaften Wünschen.
So steht es nun außer Frage, dass Kinder, die „Nein!“ sagen können und den Anschein bringen, zu wissen, was sie wollen, gelobt werden müssen.
Möge Allah unseren Kindern diese Situation der Bedrängnis nicht zeigen. Möge unsere Kinder dieses „Nein, ich will das nicht!“ nie sagen müssen.
Ameen.
[e17. Februar 2012]
Donnerstag, 16. Februar 2012
Schauspiel der Verlorenen.
Mitgerissen ins Feuer
scheint die Welt ohne Reuer.
Ermüdete qualvolle Uhren,
die bald aufhören wird zu surren.
Verlorene Zeit zu mächtig
macht das Leid so heftig.
Wegrennen – wie lange noch?
Nirgendshin als in ein großes Loch.
Ungläubigkeit umarmt die Menge
Lassen sich verführen der Gesänge.
Bleiben in der tiefen Schlucht liegen,
wo die Wahrheit bleibt verschwiegen.
Verwahrloste Gesichter,
gehen unter im Gelächter.
Täuschen kühne Erhabenheit,
hinter versteckter Verlorenheit.
Wie weit der Blick reicht,
so sehr das Düstere weicht
zur Seite von der belasteten Seele -
zu erweitern die bedrängende Schmäle.
[e 11. Februar 2009]
scheint die Welt ohne Reuer.
Ermüdete qualvolle Uhren,
die bald aufhören wird zu surren.
Verlorene Zeit zu mächtig
macht das Leid so heftig.
Wegrennen – wie lange noch?
Nirgendshin als in ein großes Loch.
Ungläubigkeit umarmt die Menge
Lassen sich verführen der Gesänge.
Bleiben in der tiefen Schlucht liegen,
wo die Wahrheit bleibt verschwiegen.
Verwahrloste Gesichter,
gehen unter im Gelächter.
Täuschen kühne Erhabenheit,
hinter versteckter Verlorenheit.
Wie weit der Blick reicht,
so sehr das Düstere weicht
zur Seite von der belasteten Seele -
zu erweitern die bedrängende Schmäle.
[e 11. Februar 2009]
Donnerstag, 2. Februar 2012
Auszug aus: Jenseits des Violetten...
...
Es ist die Nacht, die spricht,
es ist der Himmel, dessen Erscheinungen
die Verschiedensten sind,
wenn es dämmert.
Es ist die Stille, die ´was sagt.
...
Bis
man hinguckt und erkennt -
Das im Weiten, in der fernen Nähe,
Jenseits des Violetten
liegende.
[e17. Juli]
Es ist die Nacht, die spricht,
es ist der Himmel, dessen Erscheinungen
die Verschiedensten sind,
wenn es dämmert.
Es ist die Stille, die ´was sagt.
...
Bis
man hinguckt und erkennt -
Das im Weiten, in der fernen Nähe,
Jenseits des Violetten
liegende.
[e17. Juli]
Dienstag, 31. Januar 2012
„Islamfeindlichkeit, der neue Antisemitismus?“
– Titel eines Vortrags Dr. Sabine Schiffers, Titel einer Diskussionsrunde, die viel besetzt von sowohl Muslimen als auch Nichtmuslimen war.
Heidelberg, 25. Mai 2011, Volkshochschule.
Dr. Sabine Schiffer, eine vor allem Sprachwissenschaftlerin der Erlangener Universität wird von etwa 100 interessierten, überwiegend jungen Studenten und Akademikern erwartet. Ein wenig zu spät in dem von der Volkshochschule bereit gestellten Saals angekommen, muss wieder umgekehrt werden – denn: es herrscht Platzmangel. Der starke Zulauf zeigt: Es gibt Diskussionsbedarf, was die Islamfeindlichkeit betrifft.
Der Saal – mehr als voll – hört der Linguistin scharf zu, wie sie den Antisemitismus mit der heutigen Islamfeindlichkeit / Islamophobie / Antiislamismus vergleicht. Zunächst Gemeinsamkeiten, später Unterschiede weisen auf eine Analyse alleine des Umgangs zweier „Gruppen“, zweier „Religionszugehörigen“, die in Deutschland durchaus vertreten sind; keineswegs eine Analyse der Religionen selbst.
Die Frage ist nicht, ob der Antisemitismus bzw. die Islamfeindlichkeit berechtigt sind. Die Frage ist vielmehr: Was sind die Ursachen dieser Antihaltung gegenüber Fremdgut? Dr. Schiffer kommt schließlich auf den Schluss, dass es nicht der „Halbwissen“ oder die Wissenslücken über den Islam sind, die die Islamfeindlichkeit hervorrufen. Interesse über den Islam ist nicht vorauszusetzen, sollte auch von Niemandem verlangt sein - man muss sich nicht für den Islam interessieren. Die Ursache ist eher die Verallgemeinerung.
Diese geschieht, wenn eine faktische Handlung eines „Muslim“, oder eines Menschen, der sich Muslim nennt, oder eines Menschen, den man spontan als Muslim zuordnen würde, auf alle dem Islam zugehörigen Menschen überträgt. Auf alle, die sich Muslim nennen, oder auf alle die man eben spontan als Muslim bezeichnet, abbildet. Auf alle einer „Gruppe von Menschen“, in die man diesen „Täter“ zuzuordnen zu müssen scheint.
Das Problem der Islamfeindlichkeit ist also nicht die schlechte Tat eines Muslim, sondern die Verallgemeinerung und Übertragung dieser Handlung auf DEN Islam, auf alle, die sich als Muslim bezeichnen, oder sie als Muslim zugeordnet werden. Denn einzelne fehlerhafte Menschen gibt es unter Allen und Jeden.
Als Fazit wird im Plenum festgehalten: Nie über andere reden, lieber MIT ihnen reden und die Individualität eines jeden einzelnen Individuums erkennen – ohne aus Einfachheit stereotypische Zuordnungen durchzuführen. Ohne zu verallgemeinern.
Offen bleibt jedoch die Frage: Was sind die Ursachen dieser Verallgemeinerung? Was spielen die Medien, was die Politik für eine Rolle? …
Ein nächster Vortrag möge eine Antwort darauf geben und andere Fragen offen lassen.
[e 25. Mai 2011]
Montag, 30. Januar 2012
Freitod
„Da hat sich einer vom Zug geschmissen.“, sagte der DB-Service-Angestellte, der mit seinem Knabberzeug durch die Waggongs schreitet und auf hungrige und durstige Kunden wartet. „Wegen dem Idioten hab´ich a Haufn Geld verlorn!“- Empörung in mir stieg auf. „2 Züge sind wegen dem ausgefallen. Kann der sich nich wo anders rausschmeissen?!“ …
200 bis 300 Jugendliche schmeißen sich jährlich vom Zug.
„Bis die Teile von dem Idioten aufgesammelt werden, dauert´s natürlich! Idiot!“, betont der Angestellte.
Wer weiß, wie viele Jugendliche sich im Jahr das Leben nehmen. Wie viele junge Geister die Menschheit verliert...
Wir leben in einer Welt, in der das Mitgefühl auf Null gesunken, nein eigentlich schon in die Minusbereiche getreten ist. Auf der Skala wäre die Null eine desinteressierte Haltung. Aber Wut auf den zu bemitleidenswerten befindet sich links neben Null. Da fehlt es mir auch an Mitgefühl für den DB-Angestellten, der wahrscheinlich auf die 2 ausfallenden Züge angewiesen ist.
Was ist das für eine Welt, in der wir im Überfluss lebend Armut verspüren können und Wut auf die sichtbaren Konsequenzen einer verzweifelten Seele entwickeln.
Dies zu verändern bedarf es an harter Arbeit. Doch ich kann an mir schon einmal anfangen zu arbeiten. – nach dem Motte: „Sei du die Veränderung, die du dir für die Welt wünschst!“ (Gandhi)
[e 21.Januar 2012]
-->
http://denkerinnen.de/suizid-selbst-schuld-oder-ergebnis-gesellschaftlichen-unvermogens/
Sonntag, 29. Januar 2012
Defizite
zu feilen daran
zu heilen
nicht abzuseilen
von steilen
Hängen
Hinab von Rängen
ohne Längen
übertönt von Gesängen
Verfänglich
empfindlich
nicht mehr
empfänglich
weg vom
Sinnlichen
fremd des Innigen
Leben aus Facetten
nicht mehr zu retten
gelegt in Ketten
gefangen
verfangen
gehangen
gelangen an erfüllende Meere
raus aus der Leere
Die Wahrheit
mit Klarheit
zu entdecken
ohne das Lecken
von Gespucktem
Abgegucktem
das Unverinnerlichte
stauend Geschichtete.
Verinnerlichen
doch des
Sinnlichen
um nicht zu verfehlen
die Nahrung der Seelen.
ameen.
[e 14. November 2011]
zu heilen
nicht abzuseilen
von steilen
Hängen
Hinab von Rängen
ohne Längen
übertönt von Gesängen
Verfänglich
empfindlich
nicht mehr
empfänglich
weg vom
Sinnlichen
fremd des Innigen
Leben aus Facetten
nicht mehr zu retten
gelegt in Ketten
gefangen
verfangen
gehangen
gelangen an erfüllende Meere
raus aus der Leere
Die Wahrheit
mit Klarheit
zu entdecken
ohne das Lecken
von Gespucktem
Abgegucktem
das Unverinnerlichte
stauend Geschichtete.
Verinnerlichen
doch des
Sinnlichen
um nicht zu verfehlen
die Nahrung der Seelen.
ameen.
[e 14. November 2011]
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- Ephi Soja
- Schwäbische Alb, Baden-Württemberg, Germany
- undhiertrifftmanaufundnocheinentropfen aus dem ozean. einen tropfen guter ernte. einen tropfen für das löschen des feuers. einen tropfen wahrheit. einen tropfen hoffung. einen tropfen klarheit.




