Die
grundsätzliche Erkenntnis liegt darin, dass die Erde Gott gehört und nicht in
unserem Machtbereich ist. Daraus leitet sich das abrahamische Wirtschaften ab,
welches folgendes festhält:
a) Geld
ist keine Ware zur Gewinnung von Mehrgeld.
b) Wirtschaft soll dem Gemeinwohl dienen, nicht
dem Einzelnen.
c) Mentalität
von Gier muss überwunden werden und in das Wohl aller umgewandelt werden
d)
Für alle Menschen sollte die Basisversorgung möglich sein.
e) Steuerrecht
hat überflüssigen Reichtum abzusetzen und ab einem bestimmten Einkommen
progressive Steuer zu verlangen
f) Kein
absolutes Eigentumsrecht, sondern Nutzungsrecht sollte existieren
g) Zinsverbot sollte eingeführt werden.
Insgesamt wird erkenntlich, dass abrahamisch gesehen gemeinsame Schritte getan werden können. Christliche oder muslimische Wirtschaftler müssen mit diesem Appell, eine neue Achsenzeit zu etablieren, angesprochen und angeschrieben werden. Eine Zusammenarbeit zwischen Christen und Muslimen kann auch durch die Einführung von Bibel-Koran-Kreisen gefördert werden.
So wie im Qur‘an[1]
beispielsweise das Zinsverbot als Gebot gültig ist, wurde im Christentum noch
im Mittelalter das Zinsverbot praktiziert.
Um Überlebensfragen und ein Wirtschaftssystem, was auf Profit, Nutzen und z.T. Ausbeutung beruht, zu überwinden, soll reflektiert werden, was auf Solidarität, Einheit und Glaubensbruderschaft aufzubauen ist.
Und dies vor allem deshalb, weil die Bundesrepublik Deutschland heute als multikulturelle Gesellschaft zu verstehen ist, in der viele Religionen wie der Islam und das Christentum nebeneinander gelebt werden.
Auch wenn in der Wirtschaft die Religion sich als nicht für die Wirtschaft zuständig etabliert hat, wird aus dieser Schrift erkenntlich, dass die Religion Antwort auf alle Lebensfragen gibt.
Um Überlebensfragen und ein Wirtschaftssystem, was auf Profit, Nutzen und z.T. Ausbeutung beruht, zu überwinden, soll reflektiert werden, was auf Solidarität, Einheit und Glaubensbruderschaft aufzubauen ist.
Und dies vor allem deshalb, weil die Bundesrepublik Deutschland heute als multikulturelle Gesellschaft zu verstehen ist, in der viele Religionen wie der Islam und das Christentum nebeneinander gelebt werden.
Auch wenn in der Wirtschaft die Religion sich als nicht für die Wirtschaft zuständig etabliert hat, wird aus dieser Schrift erkenntlich, dass die Religion Antwort auf alle Lebensfragen gibt.
Der
Grund, weshalb auf das Zinsverbot stark eingegangen wurde, ist die soziale
Spaltung und die „Armut“, die es seit der Zinseinnahme gibt. Denn mit der
Zinseinnahme entstand das Schuldenhafte. So kommt es auch, dass in der Genesis
das Wort „arm“ nicht vorkommt.
Nur
mit der Praxis religiöser Prinzipien kann das Ende einer Marktökonomie, welche
teilweise mit der Imperienbildung begann und derzeit ihren Höhepunkt erreicht
hat, herbei gerufen werden. Die Praxis würde nicht nur das Ende der Finanzkrise
herbeirufen, sondern auch aktuellen Krisen, die die Wirtschaft allgemein, die
Ernährung, das Klima, das Artensterben etc. betreffen.
Die Möglichkeit gemeinsamen Verstehens und Handelns zwischen Muslimen und Christen muss im Vordergrund stehen und kann sicherlich mit dem sich deckenden Wirtschaftsverständnis vorherrschender Konzepte erweitert werden.
Die Möglichkeit gemeinsamen Verstehens und Handelns zwischen Muslimen und Christen muss im Vordergrund stehen und kann sicherlich mit dem sich deckenden Wirtschaftsverständnis vorherrschender Konzepte erweitert werden.
Muslime und Christen für gerechte Wirtschaftsordnung sind nicht nur für gläubige Christen oder Muslime offen, sondern für alle, die die Verantwortung für eine Wirtschaftsordnung übernehmen wollen. Für eine Wirtschaftsordnung, welche eine Überlebenschance in der Zukunft gewährleisten kann.
Es
existieren bereits Islamische Banken, die zinslose Leihe ermöglichen. Auch
jüdische Netzwerke sympathisieren stark mit diesen Islamischen Banken, die von
der Finanzkrise eben in keinster Weise betroffen waren. Verhindert werden
Formen der Gewinn- und Verlustbeteiligung.
„Die leistungslose Bereicherung zu Lasten der Bevölkerungsmehrheit mittels Zins und dessen fatale Wirkungen sind der Begründungskern dafür, dass (immer mehr) Christen wie auch andere Religionen das kapitalistische Wirtschaftssystem ablehnen, wie es die 24. Generalversammlung des Reformierten Weltbundes im August 2004 in Accra beschlossen hat.“ [2]
So ist der Kapitalismus als abzulehnendes Gesellschafts- und Wirtschaftssystems zu verstehen und eignet sich als vordringliches Thema für interreligiösen Dialog oder auch „Trialog“.