Dienstag, 26. Februar 2013

Die Weide

einsam am Hang-

stark genug,
um nicht vom
Sturm umgeweht
zu werden.
zu schwach,
um sich von der Einsamkeit
zu lösen.

Geneigt zum Abgrund
welken sich weinend
die Blätter
der Weide
am Hang.

Trauern tut sie nicht
die Weide
hochmütig und standfest
steht sie da.


Plötzlich gewinnt
sie an Bedeutung
die Weide
mit ihrer
Gesamtheit
mit ihrem Ausdruck der Treue.
Mit ihrer Einsamkeit.

Als wär sie sich
der Einsamkeit
bewusst.
Als würde sie sich gar nicht
einsam fühlen
sondern
nur allein.
allein,
aber nicht einsam.

Ja, gewiss
nicht einsam.
Alleine
steht sie da
die Weide
am Hang.

Umgeben von tönendem Rauschen des Hains
zu lauschen nach wundersamen Worten
an klingenden Orten, um die Sorten
der Wahrnehmungen richtig zu verorten.

[e 29. Januar 2012]

[entstanden im verschwitzten Telefonzentrum Heidelbergs Altstadt aus der Muse der Zeichnung Anastasias]

Über

Mein Bild
Schwäbische Alb, Baden-Württemberg, Germany
undhiertrifftmanaufundnocheinentropfen aus dem ozean. einen tropfen guter ernte. einen tropfen für das löschen des feuers. einen tropfen wahrheit. einen tropfen hoffung. einen tropfen klarheit.